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Tanja Eberle I Mensch sein

Wegbegleiterin bei den grossen Fragen des Lebens​

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Seit über drei Jahrzehnten begleite ich Menschen in den unterschiedlichsten Lebenssituationen – in Krankheit, Krisen, Abschieden und im Sterben. Dabei haben mich die Begegnungen mit Sterbenden und mit Kindern oft mehr über das Leben gelehrt als jede Ausbildung und jedes Fachbuch.

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Ich habe erlebt, dass am Ende eines Lebens nicht Leistung, Status oder Besitz im Mittelpunkt stehen. Was bleibt, sind die gelebten Beziehungen, die Liebe, die Verbundenheit und die Frage, ob wir unserem eigenen Weg gefolgt sind.

Diese Erfahrungen prägen meine Haltung bis heute.

Stifterin Tanja Eberle

Der Tod und die Natur als Lebenslehrer

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Der Tod erinnert uns daran, dass unsere Zeit begrenzt ist. Nicht, um Angst zu machen, sondern um bewusster zu leben.

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Wer sich mit der eigenen Endlichkeit auseinandersetzt, erkennt oft klarer, was wirklich wichtig ist. Prioritäten verschieben sich. Beziehungen werden wertvoller. Der gegenwärtige Moment gewinnt an Bedeutung.

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Auch die Natur ist für mich eine Lehrerin. In den Bergen, in den Jahreszeiten und in den Kreisläufen des Lebens zeigt sich immer wieder dieselbe Wahrheit: Alles wandelt sich. Nichts bleibt. Und gerade darin liegt eine tiefe Schönheit.

Jeder Mensch geht seinen eigenen Weg.

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Jeder Mensch trägt eine einzigartige Geschichte in sich.

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Deshalb glaube ich nicht an allgemeingültige Wege des Abschieds oder der Trauer. Jeder Mensch darf seinen eigenen Weg finden – entsprechend seiner Persönlichkeit, seiner Werte und seiner Lebenserfahrung.

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Es geht nicht darum, Erwartungen zu erfüllen. Es geht darum, den eigenen Weg in Würde und Wahrhaftigkeit zu gehen.

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Präsenz statt Mitleid

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Wahrer Beistand bedeutet für mich nicht, Probleme zu lösen oder Schmerz wegzunehmen.

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Es bedeutet, da zu sein.

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Einen Raum zu schaffen, in dem alles seinen Platz haben darf: Trauer, Angst, Wut, Verzweiflung, Hoffnung, Liebe und Dankbarkeit.

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In solchen Momenten entsteht oft jene Verbundenheit, die Menschen in schwierigen Zeiten am meisten trägt.

Kinder und Tod

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Ein besonderes Anliegen ist mir die Enttabuisierung von Sterben und Tod gegenüber Kindern.

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Kinder haben ein natürliches Gespür für die Wirklichkeit des Lebens. Sie brauchen Ehrlichkeit, altersgerechte Antworten und die Möglichkeit, Teil von Abschieds- und Trauerprozessen zu sein.

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Kinder sind offen und lernen auf natürliche Weise, dass Tod, Abschied und Trauer ebenso zum Leben gehören wie Freude, Wachstum und Liebe.

Erfahrung und Wirken

 

Mit über 33 Jahren Berufserfahrung verbinde ich pflegerisches Fachwissen mit Führungserfahrung, philosophischer Reflexion, Spiritualität und einer tiefen Verbundenheit zum Menschsein.

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Mein beruflicher Weg führte mich durch die Akut- und Langzeitpflege, die Spitex, die Psychiatrie sowie internationale Einsätze in Tansania. In leitenden Funktionen durfte ich Menschen, Teams und Organisationen über viele Jahre begleiten und entwickeln.

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Doch das Wertvollste, was ich auf diesem Weg gelernt habe, stammt aus den Begegnungen mit Menschen selbst.

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Von Sterbenden habe ich gelernt, was im Leben wirklich zählt.

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Von Kindern habe ich gelernt, im Augenblick zu sein.

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Von Krisen habe ich gelernt, dass Wachstum oft dort beginnt, wo Sicherheiten enden.

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Heute begleite ich Menschen in den großen Übergängen des Lebens – mit Fachlichkeit, Menschlichkeit, Lebenserfahrung, Humor und einer tiefen Achtung vor jeder einzelnen Lebensgeschichte.

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Ich glaube daran, dass jeder Mensch die Antworten, die er sucht, bereits in sich trägt.

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Manchmal braucht es lediglich einen geschützten Raum, damit sie sichtbar werden.

Beruflicher Werdegang

1993-1996

1996-2015

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2015

2015-2023

2023-2024 

2024-heute

Ausbildung zur Pflegefachfrau AKP Kantonsspital

Tätigkeiten als dipl.Pflegefachfrau HF in verschiedenen Bereichen; Akut- und Langzeitpflege, Spitex, Psychiatrie, Einsatz als Fachperson in Tansania

Interdisziplinärer Palliative Care Lehrgang Level B2

Stations- und Stv. Hausleitung Langzeitpflege

Leitung Pflege und Betreuung 

Leiterin eines Heimes als zert. Institutionsleiterin im sozialen - und sozialmedizinischen Bereich

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